{"id":3078,"date":"2024-12-27T17:19:49","date_gmt":"2024-12-27T16:19:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dpg-goettingen.de\/?p=3078"},"modified":"2024-12-27T17:19:51","modified_gmt":"2024-12-27T16:19:51","slug":"rundbriefe-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dpg-goettingen.de\/?p=3078","title":{"rendered":"Rundbriefe 2024"},"content":{"rendered":"\n<p>28.06.2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rundbrief&nbsp;2. Halbjahr 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der G\u00f6ttinger DPG,<\/p>\n\n\n\n<p>das 5. G\u00f6ttingen-Thorner-Seminar, bei dem wir uns in Zeiten der Polykrise mit den vielf\u00e4ltigen Herausforderungen f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union befassten, liegt nun wenige Wochen hinter uns. Die Resonanz war insgesamt erfreulich, selbst wenn wir feststellen m\u00fcssen, bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie noch eine gr\u00f6\u00dfere Reichweite bei unseren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern erzielt zu haben. In der Berichterstattung des G\u00f6ttinger Tageblatts kamen wir nicht vor, wohl aber in der der HNA sogar inklusive eines Doppelinterviews, dass der verantwortliche Redakteur Thomas Kopietz mit Dr. Alexandra Burdziej und mir gef\u00fchrt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ergebnis der Europawahl hat best\u00e4tigt, dass wir alle gefordert sind, mehr zur Verteidigung unserer demokratisch-freiheitlichen Grundordnung zu tun. Das europ\u00e4ische Friedenswerk ist nicht ohne Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu denken. Mit einem Fokus auf den deutsch-polnischen Beziehungen sind wir alle aufgerufen, in der Arbeit f\u00fcr die Verwirklichung der europ\u00e4ischen Idee in Frieden und Freiheit nicht nachzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der nachfolgende Terminkalender f\u00fcr das zweite Halbjahr 2024 soll noch um Veranstaltungen an weiterf\u00fchrenden Schulen in G\u00f6ttingen und S\u00fcdniedersachsen erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"1\">\n<li><strong>Vortrag Jurko Prochasko \u201eLwiw\/Lemberg \u2013 eine multikulturelle Stadt\u201c am Donnerstag, den 12. September 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p><a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">In Kooperation mit dem Deutsch-Polnischen B\u00fcrgerforum in der Kasseler Europa-Union laden wir zu einer Vortragsveranstaltung mit dem ukrainischen Literaturwissenschaftler<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Jurko Prochasko ein, der uns Lwiw\/Lemberg als multikulturelle Stadt vorstellen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Gast wurde 1970 im westukrainischen Iwano-Frankiwsk, dem einstigen ostgalizischen Stanislau, geboren und ist der Bruder des Schriftstellers Taras Prochasko. Von 1987 bis 1992 studierte er Germanistik in Lemberg. Seit 1993 ist Prochasko als Literaturwissenschaftler am Institut f\u00fcr Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Lemberg t\u00e4tig und arbeitet dort u. a. zur Galizien-Rezeption in der polnischen Literatur und Literaturwissenschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Prochasko schreibt f\u00fcr die in Lemberg auf Deutsch, Polnisch und Ukrainisch erscheinen-de liberal-demokratische Online-Zeitschrift Ji.&nbsp; Er&nbsp;gilt als ein wichtiger kultureller Ver-mittler zwischen der Ukraine und Deutschland, der sich aktiv f\u00fcr die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzt.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"2\">\n<li><strong>Vortrags- und Diskussionsveranstaltung<\/strong>&nbsp;\u201e<strong>Ein Rundum-Sorglos Paket? Deutsch-Polnische Beziehungen in der h\u00e4uslichen Altenbetreuung\u201c mit Dr. Ina Alber und Klaudia Hanisch am Dienstag, den 24. September 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>In vielen deutschen Familien ist es \u00fcblich geworden, dass polnische Betreuungskr\u00e4fte die Pflege der \u00e4lteren Angeh\u00f6rigen \u00fcbernehmen. Eigentlich fremde Personen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten und mit diversen Bed\u00fcrf-nissen kommen in \u201eden eigenen vier W\u00e4nden\u201c einer Familie zusammen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatheit verschwimmen. Unterschiede in Lebenslagen, Sprachkenntnissen und Anspruchshaltungen prallen aufeinander.<\/p>\n\n\n\n<p>Die G\u00f6ttinger Soziologin Dr. Ina Alber-Armenat, Mitglied unserer Gesellschaft, gibt in der von unserer stellvertreten-den Vorsitzenden Klaudia Hanisch moderierten Veranstaltung, die wir zur interkulturellen Woche von Stadt und Landkreis G\u00f6ttingen beitragen, Einblicke in die hochkomplexen zwischenmenschlichen Konstellationen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"3\">\n<li><strong>Gemeinsamer Bundeskongress des Deutsch-Polnische Gesellschaft Bundesverband e.V. und des Landesverbandes der Polnisch-Deutschen Gesellschaften vom 11.-13. Oktober 2024 in<\/strong>&nbsp;<strong>Bielsko-Bia\u0142a; Besuch des Deutschen Bundestages am Donnerstag, den 7. November 2024<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Mit gro\u00dfer Befriedigung stellen wir fest, dass es in 2024 wieder zu einem gemeinsamen Bundeskongress kommen wird. Atmosph\u00e4rische St\u00f6rungen der Vergangenheit werden durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit \u00fcberwunden, was uns als G\u00f6ttinger Gesellschaft nat\u00fcrlich schon deshalb ungemein freut, weil mit Dr. Alexandra Burdziej und Dr. Adam Jarosz die Spitze des polnischen Verbandes zugleich unserem Pendant aus Thorn vorsitzt. Die Planungen f\u00fcr den Kongress in Bielsko-Bia\u0142a in der Woiwodschaft Schlesien sind bereits weit vorangeschritten. Vor Ort wird am Freitagabend der DIALOG-Preis verliehen und am Sonntagvormittag die Mitgliederversammlung der Bundesgesell-schaft stattfinden. Interessierte ohne Mailadresse melden sich bitte bei mir ab Mitte August 2024. Per E-Mail werde ich n\u00e4here Informationen gerne verbreiten, sobald sie hier vorliegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Rundbriefs sind noch ganz wenige Pl\u00e4tze f\u00fcr einen Besuch des Bundestages am 7. November 2024 frei. Eingeladen hat uns der Abgeordnete Fritz G\u00fcntzler. F\u00fcr das Gruppenticket der Deutschen Bahn haben wir weniger als 30 \u20ac pro Person f\u00fcr die Hin- und R\u00fcckfahrt im ICE bezahlt. Auch diese Kosten werden vom Deutschen Bundestag weitgehend \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verleihung des Kulturpreises Schlesien am 21. September in Braunschweig sind die Einladungen bereits ver-sandt worden. Freie Pl\u00e4tze gibt es demnach nicht mehr. Als Hauptpreistr\u00e4gerinnen hat die Jury die polnische Kunst-historikerin Prof. Dr. habil. Ewa Sabine Chojecka sowie die deutsche Leiterin des Dokumentations- und Informations-zentrums im Haus Schlesien in K\u00f6nigswinter (NRW), Frau Nicola Remig, bestimmt. In diesem Jahr hat die Jury vor dem Hintergrund der herausragenden Vorschl\u00e4ge gleich zwei Sonderpreise ausgelobt. Die Auszeichnungen erhalten der \u201eF\u00f6rderverein f\u00fcr junge Musiker aus Deutschland und Polen e.V.\u201c sowie die Gemeinde Stoszowice f\u00fcr ihr Engage-ment zum Begegnungsort \u201eFestung Silberberg\u201c.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"4\">\n<li><a target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Buchpr\u00e4sentation \u201eLiterarischer Reisef\u00fchrer Niederschlesien\u201c mit Roswitha Schieb am Donnerstag, den 24. Oktober 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 G\u00f6ttingen<\/strong><\/a><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Roswitha Schieb ist bereits Preistr\u00e4gerin des Kulturpreises Schlesien des Landes Niedersachsen. 2021 erhielt sie ihn f\u00fcr ihr Werk \u201eLiterarischer Reisef\u00fchrer Breslau\u201c, den sie bereits bei unserer Gesellschaft vorgestellt hat. Im Herbst des Jahres erscheint der \u201eLiterarische Reisef\u00fchrer Niederschlesien\u201c, den die Autorin bei uns frisch aus der Druckpresse pr\u00e4sentieren wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass Niederschlesien nicht nur ein Teppich arkadischer Gefilde, sondern auch eine reiche literarische Landschaft ist, legt Schieb in \u201ef\u00fcnf Partien durch das zehnfach interessante Land\u201c dar. Diese tragen die Titel \u201eDas Herz Niederschlesiens\u201c, \u201eKrieg und Frieden\u201c, \u201eSchlesische Mystik\u201c, \u201eBergromantik\u201c und \u201eGetuppelte, Gedoppelte\u201c. Das Buch enth\u00e4lt Stimmen von Literaturschaffenden wie Gerhart Hauptmann und der Literaturnobelpreistr\u00e4gerin Olga Tokarczuk sowie Andreas Gryphius, Daisy von Pless, Ruth Hoffmann, Arnold Zweig, Joanna Bator und Filip Springer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die 1962 in Recklinghausen geborene Schieb, die am Folgetag noch eine von uns organisierte Schullesung halten wird, lebt als freie Buchautorin, Essayistin und Publizistin in Borgsdorf bei Berlin.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>5.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/strong><strong>Vortrag im Museum Friedland \u201eWolfskinder und Heimkehrer aus Litauen\u201c mit Dr. Christopher Spatz und anschlie\u00dfendem Zeitzeugengespr\u00e4ch am Donnerstag, den 14. November 2024, 18.30 Uhr, Kirche St. Norbert, St.-Norbert-Platz 4, 37133 Friedland<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Kooperation mit der Gesellschaft f\u00fcr bedrohte V\u00f6lker und dem federf\u00fchrenden Museum Friedland m\u00f6chten wir das Thema der sogenannten \u201eWolfskinder\u201c oder Ostpreu\u00dfen, die den Hungertod f\u00fcrchteten und nach Litauen fl\u00fcchteten und 1951 in Friedland ankamen, aufgreifen und laden daher zu einem Vortragsabend mit Dr. Christopher Spatz mit anschlie\u00dfendem Zeitzeugengespr\u00e4ch ein. Zuvor wird noch eine F\u00fchrung durch die Ausstellung im Museum Friedland, Bahnhofstra\u00dfe 2, angeboten, deren genaue Uhrzeit (17 Uhr?) noch nicht feststeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Referent, Jahrgang 1982, promovierte an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t zur Identit\u00e4t der ostpreu\u00dfischen Wolfskinder. Er hat einige B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht, unter anderem \u201eNur der Himmel blieb derselbe \u2013 Ostpreu\u00dfens Hungerkinder erz\u00e4hlen vom \u00dcberleben\u201c sowie \u201eHeimatlos. Friedland und die langen Schatten von Krieg und Vertreibung\u201c. Von 2019 bis 2022 wirkte Spatz im nieders\u00e4chsischen Wissenschaftsministerium als B\u00fcroleiter der Landesbeauftragten f\u00fcr Heimatvertriebene, Sp\u00e4taussiedlerinnen und Sp\u00e4taussiedler, Editha Westmann. Derzeit ist er als freier Historiker und Autor t\u00e4tig.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"6\">\n<li><strong>Autorenlesung Przemek Zybowski \u201ePinkes Hochzeitsbuch\u201c am Donnerstag, den 21. November 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Zum Inhalt des Buchs laut Klappentext: \u201eAm Totenbett seiner Gro\u00dfmutter wird der Erz\u00e4hler von seiner verloren geglaubten Vergangenheit eingeholt: 1984, kurz nach Lockerung des Kriegsrechts in Polen, fliehen die Eltern mit der kleinen Schwester heimlich nach Deutschland. Der achtj\u00e4hrige Sohn bleibt als Pfand bei der Gro\u00dfmutter zur\u00fcck. Eine Zeit unerh\u00f6rter Freiheit und zugleich gro\u00dfer Panik beginnt: Er wird von der Geheimpolizei verh\u00f6rt, ihm droht das Waisenhaus &#8211; erst ein Jahr sp\u00e4ter bekommt er die notwendigen Ausreisepapiere. Doch auch Jahrzehnte danach sind die Wunden nicht verheilt. Kann es eine Vers\u00f6hnung mit den Eltern geben? Schwebend leicht und doch mit existenzieller Wucht erz\u00e4hlt Przemek Zybowski in seinem Romandeb\u00fct von Diktatur, Flucht und einem Leben zwischen den Welten. &#8222;Das pinke Hochzeitsbuch&#8220; handelt von der Verlassenheit eines Jungen, die zugleich die Verlassenheit eines ganzen Landes ist &#8211; und von dem Versuch, die Bruchst\u00fccke der Vergangenheit zusammenzuf\u00fcgen.\u201c Rezensent J\u00f6rg Plath schrieb in der FAZ vom 20.12.2022: \u201eIn einem starken Deb\u00fct bietet Przemek Zybowski dem Schrecken des Verlassenseins mit erstaunlichen phantastischen Einf\u00e4llen Paroli.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor wurde 1976 in L\u00f3dz, Polen, geboren und kam 1985 in die Bundesrepublik. Er studierte Medizin in Heidelberg, Philadelphia, Kapstadt, Berlin, promovierte 2004 in Berlin und bildete sich in der Psychoanalyse fort. Seit 2010 arbeitet Zybowski, der seit 2007 eigene Theater- und Prosatexte entwickelt und aktuell in Z\u00fcrich ans\u00e4ssig ist, als Psychiater an verschiedenen Krankenh\u00e4usern. Zybowski wird sein Buch am Folgetag an einer weiterf\u00fchrenden Schule in G\u00f6ttingen vorstellen. Wir holen damit die im Fr\u00fchjahr verschobenen Lesungen nach.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"7\">\n<li><strong>Adventsbegegnung in Kooperation mit POLONIKA am Donnerstag, den 5. Dezember 2024, 18.30 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die gemeinsam mit POLONIKA organisierte traditionelle Adventsbegegnung mit Beitr\u00e4gen des deutsch-polnischen Projektchores unter der Leitung von Dorota Dobosz und von Diakon Wolfgang Ziehe zu Weihnachtsbr\u00e4uchen findet 2024 wieder wie gewohnt in der Galerie Alte Feuerwache statt. Wir sind f\u00fcr jede helfende Hand bei den Vorbereitungen und bei der Durchf\u00fchrung dankbar.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"8\">\n<li><strong>Spenden, Vereinsnachrichten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Ein besonderer Dank gilt heute wieder allen&nbsp;<strong>Spenderinnen und Spendern<\/strong>, die uns durch ihre Zuwendungen (gleich ob direkt auf unser im Briefkopf angegebenes Konto oder \u00fcber das Spendenportal&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.wirwunder.de\/goettingen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.wirwunder.de\/goettingen\/<\/a>&nbsp;mit Boni der Sparkasse) gef\u00f6rdert haben. Wir setzen auf Ihre fortgesetzte Unterst\u00fctzung und werden uns nat\u00fcrlich immer darum bem\u00fchen, Projektmittel einzuwerben. Denn wir haben noch viel mehr vor: so wollen wir uns in den kommenden Wochen noch darum bem\u00fchen, Sofia Leikams Film \u201eDie letzte L\u00fccke\u201c, den wir im ersten Halbjahr in der Galerie Alte Feuerwache gezeigt haben, in einem gemeinsamen Projekt mit dem Team der Ausstellung zur Zwangsarbeit in S\u00fcdniedersachsen, an weiterf\u00fchrenden Schulen in unsere politische Bildungsarbeit zu integrieren. Gleiches gilt f\u00fcr die Begleitung von Sch\u00fclergruppen aus Polen und die szenische Auff\u00fchrung des St\u00fccks \u201eKorczak und die Kinder\u201c von Erwin Sylvanus, das zuletzt bei unserem G\u00f6ttingen-Thorner-Seminar wieder Anlass f\u00fcr nachdenkliche Diskussionen gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht zuletzt m\u00f6chte ich noch auf die neue Zusammensetzung des Vorstandes und des Beirates nach unserer Mitgliederversammlung mit Neuwahlen vom 23. Februar 2024 eingehen. Dazu kann ich auf den Briefkopf verweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserer Gesellschaft haben wir in Vorstand und Beirat ein tolles Team vereint. Uns eint die Leidenschaft f\u00fcr die gemeinsame Sache. In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend einmal Frau Bundestagspr\u00e4sidentin a.D. Professor Dr. Rita S\u00fcssmuth hervorheben: Noch immer spr\u00fcht sie trotz ihrer zwischenzeitlich bekannt gewordenen Krebserkrankung vor Ideen und nimmt an unserer Arbeit lebhaften Anteil. Zuletzt hat sie mit mir am Rand des Bundesparteitages unserer beider Partei in Berlin den Stand der deutsch-polnischen Beziehungen diskutiert und angek\u00fcndigt, demn\u00e4chst einmal wieder bei einer unserer Veranstaltungen in G\u00f6ttingen mit dabei sein zu wollen. Nachdem sich Frau S\u00fc\u00dfmuth f\u00fcr unser Gespr\u00e4ch mehr als eine Stunde Zeit genommen hatte, musste ich einen Vorwand suchen, um anderen Delegierten Gelegenheit zu einem Gespr\u00e4ch mit unserem Beiratsmitglied zu erm\u00f6glichen!<\/p>\n\n\n\n<p>Auf ein baldiges Wiedersehen freut sich<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr<\/p>\n\n\n\n<p>Harm Adam, Vorsitzender<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p>3.01.2024<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rundbrief&nbsp;1. Halbjahr 2024 mit Einladung zur Mitgliederversammlung am 23. Februar 2024<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der G\u00f6ttinger DPG, auch der G\u00f6ttinger Europa-Union,<\/p>\n\n\n\n<p>wir leben in anstrengenden und vielfach bedr\u00fcckenden Zeiten. Die Stichw\u00f6rter muss ich nicht benennen. All das sollte uns aber nicht veranlassen, die Dinge fatalistisch geschehen zu lassen. Denn gleichg\u00fcltig, wie wir uns zum Ausgang der Parlamentswahlen in Polen vom 15. Oktober 2023 stellen, war es ein Fest der Demokratie, das uns zeigt, wozu eine motivierte und mobilisierte Zivilgesellschaft in der Lage sein kann. In diesem Sinn w\u00fcnsche ich mir f\u00fcr das kommende Jahr viele anregende Begegnungen, in denen wir wieder deutsch-polnischen Themen aus Gesellschaft, Geschichte, Kultur, Literatur und Politik im europ\u00e4ischen Kontext diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Terminkalender im 1. Halbjahr 2024:<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"1\">\n<li><strong>Kommentierte Filmvorf\u00fchrung \u201eDie letzte L\u00fccke\u201c am Donnerstag, den 25. Januar 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4 G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, den Dokumentarfilm &#8222;Die letzte L\u00fccke&#8220; in Anwesenheit der Filmmacherin Sofia Leikam und der Protagonistin Ute Delimat pr\u00e4sentieren zu k\u00f6nnen, so dass nach der 37-min\u00fctigen Vorf\u00fchrung des Films, der im Rahmen einer Masterarbeit entstanden ist, Gelegenheit zum ausf\u00fchrlichen Gedankenaustausch besteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Hintergrund: w\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges verschleppten die Deutschen \u00fcber 13 Millionen ausl\u00e4ndische Zivilistinnen und Zivilisten und n\u00f6tigten sie zur Zwangsarbeit. Wiktoria Delimat war eine von ihnen. Im Alter von 13 Jahren wurde sie aus ihrer Heimat im besetzten Polen deportiert und mehrere Jahre zur Arbeit im Landkreis G\u00f6ttingen gezwungen. &#8222;Die letzte L\u00fccke&#8220; erz\u00e4hlt die Geschichte ihrer Tochter Ute Delimat, die sich bis heute mit der Leidensgeschichte ihrer Mutter auseinandersetzt und verstehen will, was Wiktoria zu der Frau gemacht hat, die sie war. Bei der Suche kristallisiert sich immer wieder das Bild eines Nachkriegsdeutschlands heraus, in dem das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter jahrzehntelang verdr\u00e4ngt wurde. Der Film er\u00f6ffnet einen eindringlichen Blick auf dieses Kapitel deutscher Geschichte und macht dabei schmerzhaft bewusst, was Zwangsarbeit f\u00fcr das Leben der Opfer und das ihrer Familien bedeutete.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"2\">\n<li><strong>Vortrag Natalie Reinsch &#8222;Herkunft.Heimat.Heute &#8211; das Potenzial von Heimatstuben f\u00fcr eine transnationale Erinnerungskultur&#8220; am Dienstag, den 6. Februar 2024, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Vor einigen Wochen wurde mir vom Museumsverband Niedersachsen und Bremen die Dokumentation einer Tagung aus dem September 2022 in Oldenburg zugesandt. Die Veranstaltung unter dem Motto \u201eHerkunft.Heimat.Heute. \u2013 Zur Musealisierung von Heimatsstuben und Heimatssammlungen der Fl\u00fcchtlinge, Vertriebenen und Aussiedler:innen\u201c enth\u00e4lt viele lesenswerte Beitr\u00e4ge, unter anderem unserer Mitglieder Dr. Frauke Geyken und Ewa Kruppa. Mit Natalie Reinsch, die nach dem Studium der Neueren und Neuesten sowie Mittelalterlichen Geschichte und Politikwissenschaften beim Museumsverband das Projekt\u201c Herkunft.Heimat.Heute\u201c leitet, wollen wir das Potential der Heimatstuben f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, Vertriebene und Aussiedler f\u00fcr eine transnationale Erinnerungskultur ausloten. Unstreitig ruht in den bestehenden Sammlungen ein gro\u00dfer Reichtum an Geschichten und Biographien, die es als Teil der deutschen Kriegs- und Nachkriegszeit zu dokumentieren und zu erz\u00e4hlen lohnt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorsorglich an dieser Stelle ein genereller Hinweis: Aus organisatorischen Gr\u00fcnden ist eine kurzfristige Verlegung einiger unserer Veranstaltungen in die von der Galerie Alte Feuerwache nur 40 m entfernte Galerie Art Supplement, Burgstra\u00dfe 37 A, 37073 G\u00f6ttingen, denkbar.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"3\">\n<li><strong>Mitgliederversammlung am Freitag, den 23. Februar 2024, 19 Uhr, Bibliothek der Soziet\u00e4t Menge Noack Rechtsanw\u00e4lte, Robert-Koch-Stra\u00dfe 2, G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Zu unserer Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) mit Neuwahlen laden wir auf Freitag, den 23. Februar 2024, 19 Uhr, in die Bibliothek der Soziet\u00e4t Menge Noack Rechtsanw\u00e4lte, Robert-Koch-Stra\u00dfe 2, 37075 G\u00f6ttingen, herzlich ein.&nbsp;Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tagesordnung schlagen wir wie folgt vor:<\/p>\n\n\n\n<p>1.&nbsp;&nbsp; Er\u00f6ffnung und Begr\u00fc\u00dfung sowie Feststellen der Beschlussf\u00e4higkeit<\/p>\n\n\n\n<p>2.&nbsp;&nbsp; Genehmigung der Tagesordnung und Wahl eines Protokollf\u00fchrers<\/p>\n\n\n\n<p>3.&nbsp;&nbsp; Mitgliederentwicklung und Begr\u00fc\u00dfung neuer Mitglieder<\/p>\n\n\n\n<p>4.&nbsp;&nbsp; Bericht des Vorsitzenden<\/p>\n\n\n\n<p>5.&nbsp;&nbsp; Bericht des Schatzmeisters<\/p>\n\n\n\n<p>6.&nbsp;&nbsp; Aussprache zu den Berichten<\/p>\n\n\n\n<p>7.&nbsp;&nbsp; Bericht der Kassenpr\u00fcfer<\/p>\n\n\n\n<p>8.&nbsp;&nbsp; Entlastung des Vorstandes<\/p>\n\n\n\n<p>9. Vorstandsneuwahlen<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; a) Wahl einer\/eines Vorsitzenden<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; b) Festlegung der Zahl und Wahl von bis zu drei stellvertretenden Vorsitzenden<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; c) Wahl einer\/eines Schatzmeisterin\/-s<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; d) Beschlussfassung \u00fcber die Zahl und Wahl von Beisitzerinnen und Beisitzern<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; e) Wahl von zwei Kassenpr\u00fcfern<\/p>\n\n\n\n<p>10. Antr\u00e4ge (Antragsfrist 16. Februar 2023 (Zugang beim Vorsitzenden))<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 11. Ausblick auf die Jahresplanung 2024<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 12. Verschiedenes<\/p>\n\n\n\n<p>4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>\u201eUpdate zur politischen Lage in Polen nach den Wahlen vom 15. Oktober 2023\u201c mit Dr. Piotr Andrzejewski und Klaudia Hanisch, am Freitag, den 22. M\u00e4rz 2024, 19 Uhr, Galerie Art Supplement, Burgstra\u00dfe 37A, G\u00f6ttingen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die im Oktober stattgefundenen Parlamentswahlen in Polen markieren einen historischen Moment: Sie gelten als die bedeutendsten seit drei Jahrzehnten. Eine beeindruckende Wahlbeteiligung von 74,38 Prozent spiegelt eine beispiellose demokratische Mobilisierung wider. Der polnische Politikwissenschaftler Dr. Piotr Andrzejewski vertritt die Ansicht, dass diese Wahlen in Europa einzigartig waren \u2013 mit dem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ergebnis, dass es nur Gewinner gab. Doch welche Faktoren tragen zu dieser These bei? Wie ist die politische Lage in Polen viereinhalb Monate nach der Wahl und der m\u00fchsamen Regierungsbildung im Dezember 2023?<\/p>\n\n\n\n<p>Es referieren Dr. Piotr Andrzejewski, gefragter Experte am Westinstitut (Instytut Zachodni) in Posen (Pozna\u0144) und am Institut f\u00fcr Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften (Polska Akademia Nauk- PAN) und unsere stellvertretende Vorsitzende Klaudia Hanisch, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Polen-Institut. Erwartungsgem\u00e4\u00df fokussieren sie auch die langfristigen Trends in der politischen Kultur Polens. Wir erwarten eine angeregte Diskussion im Rahmen dieses Nachholtermins zu der kurzfristig abgesagten Veranstaltung vom 1. Dezember 2023.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"5\">\n<li><strong>Autorenlesung Przemek Zybowski \u201ePinkes Hochzeitsbuch\u201c am Dienstag, den 09. April 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Zum Inhalt des Buchs laut Klappentext: \u201eAm Totenbett seiner Gro\u00dfmutter wird der Erz\u00e4hler von seiner verloren geglaubten Vergangenheit eingeholt: 1984, kurz nach Lockerung des Kriegsrechts in Polen, fliehen die Eltern mit der kleinen Schwester heimlich nach Deutschland. Der achtj\u00e4hrige Sohn bleibt als Pfand bei der Gro\u00dfmutter zur\u00fcck. Eine Zeit unerh\u00f6rter Freiheit und zugleich gro\u00dfer Panik beginnt: Er wird von der Geheimpolizei verh\u00f6rt, ihm droht das Waisenhaus &#8211; erst ein Jahr sp\u00e4ter bekommt er die notwendigen Ausreisepapiere. Doch auch Jahrzehnte danach sind die Wunden nicht verheilt. Kann es eine Vers\u00f6hnung mit den Eltern geben? Schwebend leicht und doch mit existenzieller Wucht erz\u00e4hlt Przemek Zybowski in seinem Romandeb\u00fct von Diktatur, Flucht und einem Leben zwischen den Welten. &#8222;Das pinke Hochzeitsbuch&#8220; handelt von der Verlassenheit eines Jungen, die zugleich die Verlassenheit eines ganzen Landes ist &#8211; und von dem Versuch, die Bruchst\u00fccke der Vergangenheit zusammenzuf\u00fcgen.\u201c Rezensent J\u00f6rg Plath schrieb in der FAZ vom 20.12.2022: \u201eIn einem starken Deb\u00fct bietet Przemek Zybowski dem Schrecken des Verlassenseins mit erstaunlichen phantastischen Einf\u00e4llen Paroli.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Autor wurde 1976 in L\u00f3dz, Polen, geboren und kam 1985 in die Bundesrepublik. Er studierte Medizin in Heidelberg, Philadelphia, Kapstadt, Berlin, promovierte 2004 in Berlin und bildete sich in der Psychoanalyse fort. Seit 2010 arbeitet Zybowski, der seit 2007 eigene Theater- und Prosatexte entwickelt und aktuell in Z\u00fcrich ans\u00e4ssig ist, als Psychiater an verschiedenen Krankenh\u00e4usern. Zybowski wird sein Buch am Folgetag an einer weiterf\u00fchrenden Schule in G\u00f6ttingen vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"6\">\n<li><strong>Vortrag und Lesung Dr. habil. Mi\u0142os\u0142awa Borzyszkowska-Szewczyk \u201eWalking with G\u00fcnter Grass\u201c am Dienstag, den 23. April 2024, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, G\u00f6ttingen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wir freuen uns, die Danziger Germanistin und kulturwissenschaftlich orientierte Literaturwissenschaftlerin Dr. habil. Mi\u0142os\u0142awa Borzyszkowska-Szewczyk neuerlich bei uns begr\u00fc\u00dfen zu k\u00f6nnen. Die Referentin ist Professorin am Lehrstuhl f\u00fcr deutschsprachige Literatur und Kultur im Institut f\u00fcr deutsche Philologie der Universit\u00e4t Gda\u0144sk, wo sie die Arbeitsstelle zur Erforschung von Narrativen in Grenzr\u00e4umen leitet. Gemeinsam mit Marta Turska hat sie f\u00fcr das Kaschubische Institut und die G\u00fcnter-Grass Gesellschaft in Danzig, der sie seit einigen Jahren vorsitzt, ein \u201eReisehandbuch\u201c \u201eWalking with G\u00fcnter Grass. A Literary Mapping of the City\u201c herausgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem Reisef\u00fchrer haben sieben Grass-Forscher neun thematische Routen in Danzig und der Kaschubei vorgeschlagen. Die Wanderungen wurden von Grass-Texten und seiner Biografie inspiriert. Sie verfolgen zugleich Dialoge diverser Gruppen der Danziger mit seinem literarischen Mythos. Frau Borzyszkowska-Szewczyk, die am Folgetag eine G\u00f6ttinger Schule besucht, hat in dem bislang in polnischer und englischer Sprache vorliegendem Band Grass\u2018 Leben und Werk in den Bez\u00fcgen zu Danzigs j\u00fcdischer Vergangenheit und der Kaschubei beleuchtet.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"7\">\n<li><strong>5. G\u00f6ttingen-Thorner-Seminar vom 31. Mai bis 02. Juni 2024 \u2013 Festveranstaltung \u201e20 Jahre Polen in der Europ\u00e4ischen Union\u201c am 31. Mai 2024, 18 Uhr, Historische Halle des Alten Rathauses in G\u00f6ttingen, Markt 9<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Unsere in 2018 begonnene Seminarreihe zu deutsch-polnischen Themen im europ\u00e4ischen Kontext erfreut sich neben guten Teilnehmerzahlen mittlerweile einer Beachtung, die weit \u00fcber die beiden Partnerst\u00e4dte hinausreicht. 2024 tagen wir in G\u00f6ttingen. F\u00fcr das erste Juniwochenende d.h. eine Woche vor der Europawahl vom 9. Juni 2024 planen wir Podiumsdiskussionen, ein Theaterst\u00fcck und eine Kunstaktion unter dem Motto \u201eDer Beitrag Polens und Deutschlands f\u00fcr eine demokratische, sichere und nachhaltige Europ\u00e4ische Union\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Auftakt soll eine \u00f6ffentliche Festveranstaltung \u201e20 Jahre Polen in der Europ\u00e4ischen Union\u201c am 31. Mai um 18 Uhr in der historischen Halle des Alten Rathauses in G\u00f6ttingen bilden. Erste Zusagen von Expertinnen und Experten liegen vor. Noch sind wir in der Phase, die F\u00f6rderantr\u00e4ge zu entwickeln und Einladungen zu versenden. Weitere Informationen k\u00f6nnen Sie nach den Osterfeiertagen \u00fcber unsere sozialen Medien oder auf unserer Homepage (vorz\u00fcglich gepflegt von Klaudia Hanisch) erwarten. Nat\u00fcrlich stehe auch ich f\u00fcr Ausk\u00fcnfte zur Verf\u00fcgung und werde jeweils zeitnah alle wesentlichen Details per Rundmail weitergeben.<\/p>\n\n\n\n<ol type=\"1\" start=\"8\">\n<li><strong>Stipendienprogramm, Spenden, Verbandsnachrichten<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wir sind allen Spenderinnen und Spender, die unsere Arbeit regelm\u00e4\u00dfig finanziell unterst\u00fctzen, unendlich dankbar. Die Verdopplungsaktionen \u00fcber die Online-Aktion WirWunder haben dazu gef\u00fchrt, dass uns die Sparkasse G\u00f6ttingen, die zuletzt vor Weihnachten die Verdoppelung von Spenden bis zu maximal 50\u20ac in Aussicht stellte, gut 1305\u20ac zugesagt hat. Ihre Spenden und die Zuwendungen der Sparkasse helfen uns sehr, unsere notgedrungen kostentr\u00e4chtige Arbeit auf dem zuletzt gewohnten Niveau fortzusetzen. Die Fortf\u00fchrung der Stipendienprogramme f\u00fcr Thorner Studierende der Germanistik bzw. Medizin ist f\u00fcr 2024 ist zugesagt. Hoffen wir auf qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu den Verbandsnachrichten: Klaudia Hanisch und Melanie Homeier vertreten uns unver\u00e4ndert kompetent im Vorstand der nieders\u00e4chsischen Landesgesellschaft. Bei den Wahlen zum Vorstand der DPG Bundesverband e.V. wurde ich neuerlich in den Vorstand gew\u00e4hlt. Die hohe Stimmenzahl hat mich \u00fcberrascht, motiviert aber gleichzeitig, mit ungebrochenem Elan f\u00fcr den dringend notwendigen Neustart der Kooperation des Bundesverbandes mit der Landesgesellschaft der Polnisch-Deutschen Gesellschaften einzutreten. Nachdem die Landesgesellschaft unter dem Vorsitz von Dr. Aleksandra Burdziej und ihrem Stellvertreter Dr. Adam Jarosz (beide Thorn) wieder ungemein aktiv geworden ist, gelingt das nur mit einem Umgang auf Augenh\u00f6he. Letzteres m\u00fcssen einige verantwortliche Personen noch lernen und m\u00f6gen sich gerne ein Beispiel an unserer seit \u00fcber 30 Jahren gelingenden G\u00f6ttingen-Thorner Zusammenarbeit nehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Haben wir Ihr Interesse geweckt? Das w\u00fcnschen wir uns. Einen externen Veranstaltungshinweis lasse ich folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf ein baldiges Wiedersehen freut sich<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr<\/p>\n\n\n\n<p>Harm Adam, Vorsitzender<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.06.2024 Rundbrief&nbsp;2. Halbjahr 2024 Liebe Mitglieder, Freundinnen und Freunde der G\u00f6ttinger DPG, das 5. 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