Montag, 5. Oktober 2026, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache
Buchpräsentation und Vortrag „Romantik“, mit Dr. Andrzej Kaluza

Karl Dedecius, Übersetzer und Gründer des Deutschen Polen-Instituts, meinte:
„Die Romantik ist für Polen das Lebenselixier. Sie leben mit ihren Dichtern und dem Wort, weil das Wort in Polen die einzige Materie war, die das polnische Volk zusammen gehalten hat. Was der Dichter geschrieben hat, das war Gesetz. Die Dichter sind in Krakau zusammen mit den Königen begraben worden, wo gibt es so etwas?“
Was hat die polnische Romantik mit Politik und Gesellschaft von heute zu tun?
Vorstellungen von Freiheit und Unabhängigkeit, Widerstand und Aufbruch, aber auch Erfahrungen von Niederlagen und nationaler Selbstbehauptung haben die polnische Geschichte und Kultur über lange Zeit geprägt – und wirken bis heute nach.
Gemeinsam mit Dr. Andrzej Kaluza wollen wir darüber sprechen, welche Rolle dieser „romantische Code“ heute spielt: Wie prägt er den Blick auf die eigene Geschichte? Wo begegnet er uns in gesellschaftlichen und politischen Debatten? Und welchen Einfluss hat er auf Erinnerungskultur und Gedenkpolitik?
Dabei geht es auch um den deutschen Blick auf Polen: Denn die polnische Romantik wurde und wird von außen immer wieder mit bestimmten Vorstellungen und Zuschreibungen verbunden. Umso spannender ist es, genauer hinzuschauen und nach den historischen Erfahrungen, Ideen und Konflikten dahinter zu fragen.
Unser Gast Dr. Andrzej Kaluza ist wissenschaftlicher Assistent am Deutschen Polen-Institut in Darmstadt und dort unter anderem für die Herausgabe des Jahrbuchs Polen sowie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Er studierte Germanistik und Niederlandistik an der Universität Breslau sowie Lehramt und wurde an der Universität Frankfurt am Main in Politikwissenschaft promoviert.
Kommt vorbei, wir freuen uns auf den Vortrag und die Diskussion!

Kongress der Polnisch-Deutschen und Deutsch-Polnischen Gesellschaften 13.-15. November 2026 in Danzig
Auch die Anmeldung zum diesjährigen Kongress der Polnisch-Deutschen und Deutsch-Polnischen Gesellschaften läuft bereits. Der Kongress findet vom 13. bis 15. November 2026 im Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig statt und steht im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Danzig und Bremen. Sein Motto lautet „Von Danzig aus über Europa. Polen und Deutschland in Zeiten des Umbruchs“. Das aktuelle Rahmen-programm, organisatorische Informationen, Übernachtungsmöglichkeiten sowie das Anmeldeformular finden Sie auf der Kongresswebsite: https://www.kztpn.pl/congress .
Donnerstag, 19. November 2026, 18.30 Uhr, Museum Friedland (Neubau), Bahnhofstraße 15, 37133 Friedland (Museumsführung um 17 Uhr)
Autorenlesung „Die Tiefe“ mit Ishbel Szatrawska
Montag, 7. Dezember 2026, 19 Uhr, Galerie Alte Feuerwache
Podiumsdiskussion „Rasender Stillstand – Belarus, eine Revolution und die Folgen“ mit Ingo Petz und Siarhei Paulavitski
Samstag, 12. Dezember 2026, 16 Uhr (Konzert), Marienkirche und Gemeindesaal, Neustadt 21, Göttingen
