24.09.2024, 19:00 Uhr:
Vortrag und Diskussion mit Dr. Ina Alber-Armenat und Klaudia Hanisch: „Ein Rundum-Sorglos-Paket? Deutsch-polnische Beziehungen in der häuslichen Altenbetreuung“ Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, Göttingen
Unser Beitrag zur Interkulturellen Woche 2024
In vielen deutschen Familien ist es üblich geworden, dass polnische Betreuungskräfte die Pflege der älteren Angehörigen übernehmen. Eigentlich fremde Personen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten und mit diversen Bedürfnissen kommen in „den eigenen vier Wänden“ einer Familie zusammen. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatheit verschwimmen. Unterschiede in Lebenslagen, Sprachkenntnissen und Anspruchshaltungen prallen aufeinander. Die Göttinger Soziologin Dr. Ina Alber-Armenat gibt Einblicke in die hochkomplexen zwischenmenschlichen Konstellationen und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.
Wie kann unter diesen Umständen ein respektvolles Miteinander gelingen? Welche Rolle spielt eigentlich der Sozialstaat? Wie können gute Bedingungen für Klient*innen, Betreuer*innen und die Angehörigen geschaffen werden? Welche Chancen ergeben sich für die deutsch-polnischen Beziehungen?
Dr. Ina Alber-Armenat lehrt und forscht zu Polen, Zivilgesellschaft, Migration und Care-Arbeit an der Georg-August-Universität in Göttingen.
Moderiert wird die Veranstaltung von unserer stellv. Vorsitzenden Klaudia Hanisch, die beruflich als Beraterin für Arbeits- und Sozialrecht bei Fairer Mobilität des DGB tätig ist.
!!! Update vom 23.08.: Wir bedauern es sehr, aber wir sind gezwungen die Veranstaltung mit Herrn Prochasko abzusagen. Dem Referenten wurde die Ausreisegenehmigung aus der Ukraine verwehrt !!!
12.09.2024, 19 Uhr: Vortrag von Jurko Prochasko „Lwiw/Lemberg – eine multikulturelle Stadt“ Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, Göttingen (fällt aus)
Jurko Prochasko ein, der uns Lwiw/Lemberg als multikulturelle Stadt vorstellen wird.
Unser Gast wurde 1970 im westukrainischen Iwano-Frankiwsk, dem einstigen ostgalizischen Stanislau, geboren und ist der Bruder des Schriftstellers Taras Prochasko. Von 1987 bis 1992 studierte er Germanistik in Lemberg. Seit 1993 ist Prochasko als Literaturwissenschaftler am Institut für Literaturforschung der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften in Lemberg tätig und arbeitet dort u. a. zur Galizien-Rezeption in der polnischen Literatur und Literaturwissenschaft.
Prochasko schreibt für die in Lemberg auf Deutsch, Polnisch und Ukrainisch erscheinen-de liberal-demokratische Online-Zeitschrift Ji. Er gilt als ein wichtiger kultureller Ver-mittler zwischen der Ukraine und Deutschland, der sich aktiv für die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzt.