Einladung zum Europaempfang, am Freitag, den 26. Juli 2019, ab 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in den Gemeindesaal der Kirchengemeinde St. Johannis, Johanniskirchhof 2, in Göttingen.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen lädt Sie in Kooperation mit dem Göttinger Kreisverband der Europa-Union und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen herzlich zu unserem diesjährigen Europaempfang ein.

Details zur Anmeldung und zum Programm finden Sie hier.

Anmeldeschluss ist der 23. Juli 2019 um 12 Uhr.
(Kostenbeitrag von 10€ ist beim Einlass zu zahlen).

***

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Göttinger Kreisverband der Europa-Union und die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen freuen sich mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen über den Erfolg ihrer Europaempfänge. Wir haben in einem global und europapolitisch schwierigen Umfeld genügend Gesprächsstoff für den Meinungsaustausch zwischen den Akteurinnen und Akteuren der Arbeit für die Völkerverständigung in der südniedersächsi-
schen Kultur und Politik.

Nach der Wahl des Populisten Donald Trump zum Präsidenten der USA, dessen „America First“-Nationalismus sowohl den freien Welthandel bedroht als auch sicherheitspolitische Risiken – gerade für Regionen wie den Nahen und Mittleren Osten, die ohnehin schon ein globales Pulverfass sind – birgt, müssten die Europäer in der Europäischen Union enger zusammenrücken. Die Ergebnisse der Europawahl vom 26. Mai 2019 lassen das aber leider nicht erkennen. Die proeuropäischen Parteienfamilien gehen aus ihnen geschwächt hervor und lassen überdies zum Zeitpunkt der Abfassung dieser Zeilen den Willen zur konstruktiven Zusammenarbeit im Verbund zwischen Europäischem Rat und Europäischen Parlament vermissen. Wenn am Ende der Spitzenkandidaten-Prozess für die Kommissionsspitze ad absurdum geführt wird, lässt dies für die Zukunft wieder sinkende Wahlbeteiligungen im Umfeld rechtspopulistischer Forderungen auf Abschaffung des Europäischen Parlaments befürchten. Diese Forderung ist in Anbetracht der Mitentscheidungskompetenz des Parlaments als unmittelbaren Träger demokratischer Legitimation europapolitischer Entscheidungen natürlich blanker Unsinn. Dennoch müssen wir uns gemeinsam fragen, wie wir die Institutionen der Europäischen Union und die für sie geltenden Regeln fortentwickeln, um handlungsfähig zu bleiben bzw. es überhaupt erst zu werden.

Auf dem Evangelischen Kirchentag hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in Dortmund das Bekenntnis zum Multilateralismus erneuert und es so formuliert: „Ohne Vertrauen als Grundlage kann internationale Politik nicht gelingen. Kein Land kann die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts allein bewältigen.“ Präsident Trump sieht das erkennbar anders. Mit dem seit 2011 in Washington ansässigen Journalisten Stefan Koch haben wir einen Referenten gewonnen, der uns schon 2017 seine Einschätzungen zu den Herausforderungen im Verhältnis Europas zu den USA mitteilte. Für das leider immer wieder notwendige Update sorgt er bei unserem Empfang mit einem Statement zu „Europa und die USA – die transatlantischen Beziehungen in schwierigen Fahrwassern“.

Lassen Sie uns anschließend darüber diskutieren, wie wir ein vereintes, föderales Europa fördern, das zum einen auf den Grundrechten, auf Frieden, Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Solidarität und auf die Beteiligung der Bürger gegründet ist sowie zum anderen den globalen Herausforderungen wie dem Klimaschutz und einer tragfähigen Sicherheitsarchitektur gewachsen ist.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Harm Adam


Festveranstaltung am 3.2.2019 um 11 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 26. Februar 1979 konstituierte sich die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen und wurde am 30. März 1979 in das Vereinsregister eingetragen. Die Gründung der Gesellschaft steht in engem Zusammenhang mit der Verabschiedung einer Rahmenvereinbarung der Städte Göttingen und Torun/Thorn in Polen. Deren Städtepartnerschaft hat sich äußerst erfolgreich entwickelt, was sich an vielfältigen Aktivitäten im Rahmen des Jahresprogramms zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft gezeigt hat.

In den 40 Jahren ihres Bestehens hat es die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen als ihre vornehmste Aufgabe angesehen, die Beziehungen zwischen den Menschen in den Partnerstädten und den jeweiligen Ländern ganz konkret mit Leben zu füllen. Bei allen historischen Belastungen im Verhältnis von Polen und Deutschen wissen ihre Mitglieder darum, dass die deutsch-polnische Geschichte außergewöhnliche und positive Momente in sich birgt. Die Aussöhnung zwischen Polen und Deutschen wurde von mutigen Bürgerinnen und Bürgern beider Länder begonnen. Zu nennen ist u.a. der Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschenkatholischen Bischöfen 1965, der letztlich in eine Politik mündete, die Entspannung und Zusammenarbeit zum Ziel hatte und in dem Kniefall Willy Brandts in Warschau am 7. Dezember1970 einen bewegenden äußeren Ausdruck fand. Was wir heute als nachbarschaftliche Realität erleben, konnten sich die Gründungsmitglieder der Gesellschaft vor 40 Jahren nicht einmal erträumen, auch nicht vor dreißig Jahren, als der eiserne Vorhang von Polen ausgehend bröckelte und schließlich fiel.

Gemeinsam mit polnischen und deutschen Wegbegleitern und Ehrengästen wollen wir mit Ihnen am 3. Februar 2019 auf 40 Jahre deutsch-polnische Beziehungen zurückblicken. Wir wollen dabei verdeutlichen, dass jedem etwas entgeht, der nichts von der Geschichte und der Kultur unserer Nachbarn inmitten von Europa kennt, der ihnen nicht bewusst begegnet ist und sein Leben durch diese Begegnungen bereichern konnte. Gemeinsam arbeiten wir in und für ein Europa, dessen Werte die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören, sind (Artikel 2 EUV).

Einer Anmeldung zu der Veranstaltung bedarf es nicht.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Harm Adam


25.05.2018

Aktualisierte Datenschutzerklärung der DPG Göttingen finden Sie (als PDF-Dokument) hier.


27.12.2017
Pressemitteilung DPG, Europa-Union und JEF Göttingen

Gemeinsame Erklärung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Göttingen, der Europa-Union Deutschland Kreisverband Göttingen und der Jungen Europäischen Föderalisten Kreisverband Göttingen vom 27.12.2017:

 Göttinger Europäer vereint in der Sorge über die Gefährdung des Rechtsstaats in Polen und anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

 Mit tiefer Sorge verfolgen wir als Freunde und Partner Polens die Entwicklung unseres Nachbarlandes. Der verhängnisvolle Schritt der polnischen Regierung, ihre Justizreform durchzusetzen, ungeachtet aller Hinweise und Bemühungen der Europäischen Kommission, mündet nun erstmals seit der Konkretisierung des Rechtsstaatsmechanismus in ein Vertragsverletzungsverfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrages.

Niemand macht der polnischen Regierung das Recht streitig, ihr Justizsystem zu reformieren. Dieses Recht findet aber seine Grenze, wo die Unabhängigkeit der Justiz auf dem Spiel steht. Ohne unabhängige Justiz, ein unabhängiges Verfassungsgericht, unbeeinflusst von der Politik, kann ein Staat nicht als Rechtsstaat angesehen werden. Ohne Recht ist alles nichts, und Recht ist im europäischen Wertekanon ein hohes und unverzichtbares Gut.

Polen hat sich große historische Verdienste um die europäische Wiedervereinigung erworben. Auch deshalb wir sind traurig, sehen zu müssen, dass sich im Jahre 2017 die Aufspaltung Polens in eine europäisch orientierte und in eine nationalkonservative Richtung wiederholt, wie sie Polen schon im 19. Jahrhundert und in der Zwischenkriegszeit des 20. Jahrhunderts prägte. Ein Sieg der nationalkonservativen Richtung könnte – wie schon öfter in der polnischen Geschichte – fatale Folgen haben. Gleichwohl bleiben wir an der Seite Polens in dem Sinne, dass wir unsere Partnerschaften, unsere Austausche, unsere Netzwerke weiter im Sinne unserer guten, europäischen Nachbarschaft pflegen werden. Wir fühlen uns dem polnischen Volk verbunden und setzen darauf, dass die Generation, die mit den Vorteilen und Errungenschaften der europäischen Einigung aufgewachsen ist, den geschichtlichen Wert dieser Einigung nicht aufs Spiel setzen wird.

Schließlich verkennen wir nicht, dass es in einigen Mitgliedsstaaten Tendenzen gibt, den Rechtsstaat zu gefährden und politische Kontrolle im Namen des „Volkes“ anzustreben. Neben Ungarn nennen wir aus aktuellem Anlass Rumänien, wo die Regierungskoalition aus Postsozialisten und einer liberalen Kleinpartei unter anderem die Befugnisse der Antikorruptionsbehörde DNA und die Unabhängigkeit der Richter beschränken sowie die Unabhängigkeit der Staatsanwälte sogar ganz abschaffen, will. Mit Jean-Claude Juncker erklären wir: „Die Europäische Union ist kein Staat, aber sie ist ein Rechtsstaat!“


Einladung zum Europaempfang, am Freitag, den 11. August 2017, ab 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in den Gemeindesaal der Kirchengemeinde St. Johannis, Johanniskirchhof 2, in Göttingen.

Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Göttingen lädt Sie in Kooperation mit dem Göttinger Kreisverband der Europa-Union und der Deutsch-Französischen Gesellschaft Göttingen herzlich zu unserem diesjährigen Europaempfang ein.

Details zum Programm finden Sie in dem Flyer (PDF, 340 KB).

Anmeldeschluss ist der 9. August 2017 um 12 Uhr.
(Kostenbeitrag von 7,50€ ist beim Einlass zu zahlen).
Das Programm wird musikalisch am Flügel von Frau Dorota Dobosz umrahmt, die gastronomische Betreuung übernimmt wieder das Team des Szültenbürger um Sylwia Czochara.

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